Ausbildung in der Ergotherapie



Ausbildungsorganisation
Die genauen Ausbildungsinhalte sind im Kommentar zum „Gesetz über den Beruf der Ergotherapeutinnen und Ergotherapeuten“ (Reha Verlag, 53424 Remagen oder www.ergotherapie-dve.de) und im Berliner Lehrplan für Ergotherapieausbildung (Senatsverwaltung für Gesundheit, Soziales und Verbraucherschutz www.berlin.de/imperia/md/content/sen-gesundheit/gesundheitsberufe/lehrplan_ergotherapie.pdf) nachzulesen.
Die Zahl der Schüler/innen pro Kurs beträgt 20. Die Ausbildung startet jeweils am 1. April und dauert 3 Jahre.

An unserer Schule ist die Ausbildung zurzeit folgendermaßen organisiert:
Die wöchentliche Unterrichtszeit beträgt 38 – 40 Unterrichtsstunden und geht derzeit von Mo. – Do. von 8.15 – 16.15 Uhr und Fr. von 8.15 – 13.00 Uhr. In besonderen Fällen können sich die Zeiten ändern. Während der praktischen Ausbildung richtet sich die Zeitregelung nach den Arbeitszeiten der Ausbildungsabteilungen. Es findet 14-tätig ein Unterrichtstag statt.

Die Ferien von insgesamt 35 Tagen im Jahr liegen überwiegend in den Berliner Schulferien.

Übersicht über Fächer und unsere Ausbildungsstruktur (Ausbildungs- und Prüfungsverordnung 2004): 

 
Ausbildungskonzept
Als innovatives Ausbildungskonzept haben wir an unserer Schule eine weitgehende Fächerintegration umgesetzt, das heißt, dass die im Folgenden aufgelisteten Fächer in Lernfeldern unterrichtet werden. Ausgangspunkt für diese Lernfelder sind die Handlungsfelder in der ergotherapeutischen Berufspraxis.
Die Ausbildung vermittelt Ihnen folgende Kompetenzen:
  • ergotherapeutische Befunde zu erheben
  • Behandlungen zu planen und durchzuführen (zum Beispiel Hilfsmittelberatung, Narbenmassage, Gedächtnistraining)
  • eigenverantwortlich im Team zu arbeiten
  • Kontakt mit Patient/innen und Angehörigen zu gestalten
  • Behandlungsqualität zu beurteilen
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    Auszug aus der Ausbildungs- und Prüfungsverordnung (2004):
     
    Allgemeine Fächer und sozialwissenschaftliche Fächer (600 Stunden)
    • Berufs-, Gesetzes-, Staatsbürgerkunde
    • Fachsprache
    • Einführung in das wissenschaftliche Arbeiten
    • Psychologie
    • Pädagogik
    • Gerontologie
    • Medizinsoziologie
    • Behindertenpädagogik
    • Prävention und Rehabilitation
    • Erste Hilfe

     
    Fachspezifische Fächergruppe (1530 Stunden)
    Ergotherapeutische Verfahren:
    • Grundlagen der Ergotherapie
    • Motorischfunktionelle / Neurophysiologische Behandlungsverfahren
    • Neuropsychologische Behandlungsverfahren
    • Psychosoziale Behandlungsverfahren
    • Arbeitstherapeutische Verfahren
    • Adaptierende Verfahren
    • Ergotherapeutische Mittel
    • Handwerkliche und gestalterische Techniken mit verschiedenen Materialien
    • Spiele
    • Hilfsmittel
    • Schienen und technische Medien

     
    Naturwissenschaftliche und medizinische Fächer (570 Stunden):
    • Biologie
    • Anatomie und Physiologie
    • Hygiene und Gesundheitslehre
    • Allgemeine und Spezielle Krankheitslehre
    • Grundlagen der Arbeitsmedizin
    • Arzneimittellehre

     
    Praxis (1700 Stunden)
    Dieser Ausbildungsabschnitt gliedert sich in 4 Praktika in verschiedenen Fachbereichen und wird von der Schule koordiniert. Dabei soll sich jeweils ein praktischer Einsatz auf die ergotherapeutische Arbeit mit Kindern oder Jugendlichen, mit Erwachsenen und mit älteren Menschen erstrecken. Die Anleitung erfolgt durch berufserfahrene Ergotherapeut/innen und wird durch Lehrkräfte der Schule begleitet.

    Die praktische Ausbildung erfolgt im:
    • Psychosozialen (psychiatrisch / psychosomatischen) Bereich
    • motorisch-funktionellen, neurophysiologischen oder neuropsychologischen Bereich
    • Arbeitstherapeutischen Bereich

     
    Ausbildungskosten
    Die Ausbildungskosten betragen 120 Euro monatlich. In diesem Betrag sind auch die Kosten für Material, Skripten, Werkzeuge usw. enthalten. Fahrgelder zu Praxisstellen, Exkursionen, Betriebsbesichtigungen etc. sind in diesem Betrag nicht enthalten.
     
    Weitere Informationen zu Ausbildung und Voraussetzungen
    In der Ausbildung zum/zur Ergotherapeut/in ist nicht nur der Erwerb medizinischer Kenntnisse und handwerklicher Fertigkeiten wichtig. Da dieser Beruf durch intensive Kontakte mit Menschen gekennzeichnet ist, ist eine Bereitschaft zur Auseinandersetzung mit folgenden Fragen notwendig:
    Praxis
    • Eigene Motive für die Berufswahl (Problematik der Helferrolle)
    • Wie sehe ich mich selbst, wie nehme ich mich wahr?
    • Wie sehen mich andere?
    • Wie gehe ich auf andere zu und ein?
    • Wie gehe ich mit Kritik um?
    • Wie gehe ich mit Konflikten um?

    Die Entwicklung therapeutischer Fähigkeiten wird maßgeblich bestimmt durch die aktive Auseinandersetzung mit diesen und ähnlichen Fragestellungen.

    Methoden des Unterrichts sind deshalb unter anderem:
    • Rollenspiele
    • Selbst- und Fremdbeobachtung (z. Bsp. mittels Video)
    • Reflexion über Erlebtes
    • Gruppen- und Projektarbeit
    • Problemorientiertes Lernen


     
    Wohnen und Finanzierung
    Ein Wohnheimplatz ist unter Umständen verfügbar. Bewerbungen richten Sie bitte an die Hauswirtschaftsleitung.
    Unter bestimmten Voraussetzungen ist eine Förderung nach dem BAföG oder über das Jobcenter möglich.

    Hier finden Sie den Flyer der Ergotherapieschule sowie Hinweise zur Bewerbung zum Download.

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